Hürden des Refits

Published by Janina Storjohann on

Wir wollen heute über unsere drei vermeintlichen „Endgegner“ berichten – so viel jedoch schon vorweg, wir haben alle bezwungen – auch wenn wir teilweise nicht mehr daran geglaubt haben. Die Bootseigner, die diesen Beitrag lesen werden, kennen es sicher, ein Refit verläuft ja meist mit Höhen und Tiefen. In unsere Top Drei der nervenaufreibendsten Aufgaben kommen somit:

  • die Kühlbox,
  • das Nähen der neuen Bezüge
  • die Elektronik des Schiffs

Einige Punkte wären mit weniger Zeitdruck ganz anders zu handhaben gewesen. Obwohl wir uns für den Refit schon 1.5 Wochen mehr Zeitgaben als geplant, war es trotzdem ein Kampf gegen die Zeit. Doch nun mehr zu unseren vermeintlichen Endgegnern….

Die Kühlbox

Als wir die Principessa kauften, war diese einzig mit einem kleinen Kühlschrank ausgestattet. Es war uns sofort klar war, dass dieser nicht ausreichen wird für uns Vier und vor allem nicht für lange Überfahrten wie beispielsweise über den Atlantik.

Unser erstes Problem war, dass wir eine Massanfertigung benötigten, jedoch selber nicht schweissen können. Als wir Freunden und Familie von unserem Problem berichteten, fand sich schnell Hilfe und die Kühlbox wurde nach unseren Skizzen geschweisst. Wie wir auf dem Schiff später noch rausstellten, leider nicht so genau wie erhofft. Ich erspare euch nun von unseren unzähligen Rettungsversuchen zu berichten. Es kristallisierte sich nach einigen Stunden heraus, dass improvisieren angesagt war.

Wir haben also kurzerhand auf dem Steg die Box auseinandergesägt und neu verschrauben müssen. Danach hat die Box dann gepasst. Nun mussten wir die Edelstahlbox noch mit PU-Schaumplatten isolieren, den Verdampfer und das Kühlaggregat anschliessen und die Stromleitung ziehen. Nun befinden sich lauter Leckereien in unserer neuen Kühlbox.

Die neuen Bezüge

Mein letzter Arbeitstag war ein Mittwoch und schon am Donnerstag fuhr ich nach Deutschland, um dort gemeinsam mit der Unterstützung meiner Mutter und einer Freundin die Bezüge für den Salon in unserem Schiff zu nähen. Geplant waren dafür 2 Tage, aber schon Donnerstagabend war klar, wir haben die Arbeit total unterschätzt. Ich verkürze hier nun unsere Gefühlsachterbahn und kann euch sagen, nach 4 Tagen Arbeit fuhr ich nach Hause und die Bezüge waren immer noch nicht fertig.

Umso glücklicher war ich in dem Moment, als eine Woche später alle Bezüge passten.

Die Elektronik

Es lässt sich schlecht Schätzen, aber wir gehen davon aus circa 300m unangeschlossene Kabel aus unserer Principessa entfernt zu haben. Lange Rede kurzer Sinn, wir haben alleine 3 Tage damit verbracht Kabel rückzuverfolgen und zu entfernen. Nachdem wir die Altlasten der vorherigen Eigner entfernt haben, konnten wir beginnen mit der Montage und dem Verlegen der neuen Kabel für unsere neuen (USB-) Steckdosen, LED-Lampen, dem Windgenerator und einiges an Navigation. Das grösste Problem war es, die neuen Kabel durch das Schiff zu ziehen. Man muss schon gelenkig sein, um in die letzten Ecken kriechen zu können und dann auch noch etwas Kraft haben, um die langen Kabel durchziehen zu können. Bei dem Ganzen, darf man den Überblick nicht verlieren, damit man noch am Schluss weiss, welches Kabel wohin gehört. Zudem muss man immer genau berechnen, wie dick ein Kabel sein muss, damit es den Belastungen standhält und es nicht zu einem Kabelbrannt oder ähnlichen kommt. Den bei der Elektrik darf man sich keine Fehler erlauben. Zudem bracht es bei den ganzen Kabel auch immer die richtigen Verbindungen. Ob Steckhülsen, Kabelschuhe oder Wagos, es gibt viele verschiedene Verbindungen und nicht immer hat man alle an Bord.

Doch alle Mühen habe sich gelohnt. Der Windgenerator dreht sich im Wind, die Solarpanels sind angeschlossen und wandeln das Sonnenlicht in Strom um und unser Schiff erstrahlt in schönster LED-Pracht. Die Bezüge passen hervorragenden in unsere Sitzecke und auch die Kühltruhe funktioniert. Nun müssen wir noch einige kleinere Dinge erledigen, bis es endlich soweit ist und wir in See stechen können. In naher Zukunft werden wir euch gerne unsere Principessa und ihre Ausrüstung genauer vorstellen.

Eure Janina und Mike


1 Comment

Jogi von der Nora ⛵️ · November 2, 2020 at 11:42 am

Ihr habt ja tolle Polster genäht.
Sieht sehr gemütlich aus‼️
Grosser Kühlschrank ist ein Muss.
Was wir für Elekro-Erlebnisse hatten und wie oft ich Peter in den Mast hochgezogen habe, berichte ich lieber nicht.
Euer Panel schaut perfekt aus.

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